Noch etwas mehr als 45 Tage bis zum Ablammen, der Appetit ist gestiegen und die Bäuche der Ziegen werden grösser. Nach der ersten Heu Gabe sind die Krippen nach einer knappen Stunde leer gefressen. Nach wenig Kraftfutter, (Multiflock fressen sie am liebsten), wird getränkt dann folgt die nächste Heu Gabe. Zwischen 22:00 und 23.00 Uhr mache ich meinen letzten Rundgang. Je nachdem wie viel Heu noch vorhanden ist gibt es einen Nachschlag. Die Krippen vor dem Stall werden noch aufgefüllt, danach werden die Ziegen los gebunden, dann sind sie frei bis zum nächsten Abend.
Noch immer werden die Ziegen jeden Abend ausgebürstet. Nach der ersten Heugabe sind sie ziemlich beschäftigt und abgelenkt, ebenso nach der Kraftfuttergabe, das sind die besten Zeitpunkte um die Bürste durch ihr Haar schwingen zu lassen.
Zwischendurch gehe ich auch noch mit der Bürste übers Fell aber eher oberflächlich.
Alle Leser werden hiermit aufgefordert ab und zu einen Kommentar zu hinterlassen. Ich habe sehr viele Zugriffe auf die HP aber offenbar will niemand so recht über seine Erfahrungen schreiben. Oftmals habe ich das Gefühl, dass die Devise „Erhalt der Walliserschwarzhalsziege“ nicht ganz ernst genommen wird. Niemand hat Interesse anderen Züchtern Tricks und Tipps weiter zu geben. Das Ziel mancher Züchter ist eher finanzieller Art, möglichst viel Geld aus der Zucht heraus zu holen.
Bis bald
Tschüss
Am Samstag wurde unser Betrieb genauestens kontrolliert.
Nach einer eingehenden Prüfung der Ställe vor Ort, inklusive Zählung der Tiere, wurden die Papiere unter die Lupe genommen.
Nach einer zweistündigen Kontrolle konnte der Kontrollbericht, welcher in allen Punkten erfüllt wurde, entgegengenommen werden.
Das Ausfüllen der verschiedenen Papiere ist doch recht aufwendig und um alle gewünschten Unterlagen immer zur Hand zu haben muss man sich doch recht in die ganze Materie eingearbeitet haben.
Jedenfalls bin ich immer zufrieden eine Kontrolle gut zum Abschluss gebracht zu haben.Immer kommt etwas Neues dazu und auch die Kontrolleure haben oftmals neue Papiere und Vorgaben in die Sie sich zuerst einarbeiten müssen.
Der Tierhalter muss bald mehr Bürolist als Bauer sein um eine ÖLN-Kontrolle ohne fehlende Angaben oder Unterlagen abzuschließen.
Bis heute habe ich all die Kontrollen sehr gut überstanden und hoffe, dass das auch weiterhin so bleiben wird.
Mit der Abrechnung der DZ habe ich allerdings regelmässig einige Schwierigkeiten. Vor allem dieses Jahr wurde, für mich jedenfalls, ein total unübersichtlicher Abschluss und dazu noch verspätet, präsentiert.
Flächen wurden gestrichen, GVE wurden reduziert das Wieso und Warum bleibt ein Rätsel. Ich denke, dass dieses Jahr einige Einsprachen diesbezüglich gemacht wurden.
Ich bin mal gespannt wie sich das Thema DZ für uns Nebenerwerbsbauern weiterentwickeln wird. Mehr und mehr Schaf- und Ziegenhalter geben die Tierhaltung auf. Nicht etwa der Arbeit wegen sonder eher wegen den ganzen Vorschriften, dem ganzen Papierkram und dem strengen Abzug bei fehlenden Dokumenten oder bei ungewollten, oftmals aus Unwissenheit gemachten „Falschangaben“.
Zu all den vom Staat gemachten Auflagen bedrückt noch das leidige Thema Wolf den Züchter. Viele Tierschützer wollen den Wolf unbedingt wieder in der Schweiz haben. Die Auswirkungen auf die gesamte Tierhaltung wird dabei gar nicht wahr genommen. Der Kleintierhalter wird also mehr und mehr von allen Stellen attackiert.
Das Thema Verwaldung, weil Wiesen nicht mehr bewirtschaftet werden oder auch Massen- oder Tierfabrik-Haltung zur Fleischproduktion und den damit unwürdigen Haltungs- wie Schlachtungsmethoden, wird keine Beachtung geschenkt.
Spätestens dann, wenn plötzlich Farmen (Fleischfabriken) mit hunderten von Tieren entstehen, welche nur noch mit Mais und Kraftfutter gemästet werden, siehe Beispiel Amerika mit Fabriken bis zu mehreren Tausend Rindern, (diese stehen nicht etwa auf Wiesen sonder im eigenen Mist), wird manchem vermeintlichen Tierschützer ein Auge aufgehen.
Die Nachfrage nach Fleisch verringert sich nicht und irgendwo und irgendwie muss dieses Fleisch produziert werden. Im fernen Ausland, weit weg vom Auge des Tierschützers, gibt es andere, (largere) Gesetze. Zudem braucht man dann auch nicht mehr mit Eifersucht auf den Nachbar, welcher Nutztiere hält, zu schielen und zu rätseln wieviel an Direktzahlungen er wohl erhält.
Bis bald
tschüss
Der Jahreswechsel ging ohne nennenswerte Probleme über die Bühne. Im Stall ist alles ok. Die Fütterung inkl. „Mistproduktion“ habe ich noch immer in guter Kontrolle.
Eine bis eineinhalb Stunden nach der ersten Heugabe muss die Krippe ziemlich leergefressen sein, sonst gibt es nur einen kleinen Nachschlag bis zum nächsten Abend. Auf dem Misthof liegt mehr Schnee als Mist. Das regelmäßige Ausbürsten lassen sich die Ziegen immer besser gefallen. Ich denke, dass sie das nicht unbedingt geniessen, sie lassen es sich einfach gefallen, manche mehr, andere weniger gerne. Wichtig ist der richtige Zeitpunkt fürs Ausbürsten zu nutzen, sofort nach der ersten Heugabe oder während der Kraftfuttergabe.
Nach dem Freilassen der Ziegen finden immer noch die üblichen Machtkämpfe statt. Durch das sofortige Lichterlöschen nach dem Losbinden kann ich die Attacken etwas reduzieren. Jetzt gilt es einfach noch ungefähr 2.5 Monate abzuwarten, dann wird es wieder mehr Abwechslung im Stall geben, bin mal gespannt wie der Nachwuchs aussehen wird.
Bis dann
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